Strassensperre zwischen Surabaya und Sidoarjo (23.02.2007)

Februar 24, 2007

Angie ist am Donnerstag zu Opa und Oma gegangen – ehm von Opa abgeholt worden.

Geplant war eigentlich, daß sie am Freitag vormittag wieder nach Surabaya kommt. Aber (!) die Polizei war mal wieder nicht im Stande eine für den Zeitraumen bis 10:30 genehmigte Demonstration im erlaubten Rahmen ausklingen zu lassen. Erst als es abends zu einem sehr starken Regen gekommen ist, der dann auch nicht wie üblich nach 30 Minuten wieder vorbei war, sondern länger angehalten hat, haben sich alle Strassensperren aufgelöst. Demokratieverständnis ist bei vielen Indonesiern offenbar anders als in Deutschland. Aufgrund der Aktion sind sehr viele Fisch (Auf Lastwagen) kaputt gegagen, viel Obst und Gemüse ging kaputt und wahrscheinlich auch sehr viele Terminsachen konnten nicht eingehalten werden. Irgendwie ist das unverständlich. Worum geht es bei der Demonstration? Darum, das die Firma Lapindo Brantas noch nicht alle Menschen entschädigt. Nur seltsamerweise waren wesentlich mehr Leute auf der Strasse als betroffen waren. Es gibt hier einige „professionelle“ Krawallmacher, die recht schnell von Jakarta hier in Surabaya auftauchen. Ich wünsche mir ab und ein härteres Durchgreifen der Exekutiven hier.

Auf jeden Fall war Angie dann gegen 22:00 Uhr wieder in Surabaya und Opa und Oma haben sich dann eilig auf den Rückweg gemacht.


Freitag, 23.02.2007 : Besuch bei Dr. Willi

Februar 24, 2007

Da mein Husten seit nunmehr als einer Woche immer noch nicht verschwunden ist, ich ja auch sehr viel sprechen darf (was eine Ursache dafür mit sein dürfte), und außerdem ich mich innerlich warm fühle (panas dalam) war es nicht schlecht sich mal von Dr. Willi durchchecken zu lassen. Okay – die Medikamenten haben gleich am Freitag abend Wirkung gezeigt: ich war um 22:00 Uhr bereits todmüde und habe gutgeschlafen (bis fast 9:00 Uhr am Samstag).

Was Dr. Willi uns da so alles erzählt hat über die Umstände im Krankenhaus – hmm. Eigentlich ist die Lage sehr gut, nur muss man halt auch etwas machen damit man das nutzen kann. Der jetztige Direktor ist da offenbar die falsche Besetzung – er ist ja nur für die Unterschriften da.

Dr. Willi hat ein paar Tipps von mir bekommen und er und Bagus (ein anderes Arzt) waren sehr begeistert davon. Bin nun mal gespannt was passiert. Auf jeden Fall werde ich immer wenn ich Papa treffe hier für Dr. Willis Seite sprechen und auch immer bei mangelhaften Dingen nachhacken (Beispiel Waage, kein privates Besprechungszimmer für die Ärzte, Weg eines Kranken von der Aufnahme über Labor und Röntgen durch das ganze Krankenhaus, da alles so weit auseinander gelegt wurde).


Donnerstag, 22.02.2006 – Dian

Februar 24, 2007

Am Donnerstag abend hat Dian abermals einen Englischvorlesung bei einer von ihm unterrichteten Firma organisiert. Und ich muss sagen: das war sehr interessant. Auf dieser Art und Weise habe ich zuvor die Mutter von Dian kennengelernt, die selbst ja schon in Amerika und Australien auf Urlaub war. Dian selbst hat ja 6 Jahre in Australien studiert und entsprechend australisch klingt auch sein Englisch :-D . Aber okay.

Auch in diesem Unterricht ging es ein wenig um Kultur. Ich durfte kurz erklären wie es damals mit der Mauer in Berlin war. Tja – wie ich schon an anderer Stelle sagte: keine deutsche Kulturfragen an jemanden der an der UNESA deutsche Kulturgeschichte unterrichtet – das könnte sonst ausgiebig werden. Aber ich habe mich zurückgehalten. Dann auch noch die Frage wie man selamat pagi in Deutsch sagt. Okay – das ist quasi schon eine Grundübung, daß ans Whiteboard hinzuschreiben. Aber so vergeht die Zeit ruck zuck und Dian meinte dann, daß wir langsam daran denken müssen zum Ende zu kommen. Ich war da schon ein wenig erstaunt, aber okay.

Das ganze war interessant, da der Boss der Firma, der am Unterricht teilgenommen hat, in Medan geboren war und in Medan auch zur Schule gegangen ist. Wie ich von Dozentenkollegen von der UNESA ja mittlerweile weiß war Medan früher in 60′er und 70′er Jahren deutsche Hochburg (hat mit Sicherheit auch was mit der Chemie vor der Haustüre zu tun). Der Boss selbst hat in seiner Schulzeit auch Deutsch gehabt, aber leider alles wieder vergessen. Sehr schade. Aber so kommt man halt ins Gespräch.

Dian hat vielleicht einen Kunden, der Deutsch auffrischen will. Selbst einige Jahre in Deutschland gelebt hat und nun Angst hat, die Sprache wieder zu vergessen. Interessant.

Man muss auch hier sehen was daraus wird.


Donnerstag, 22.02.2006 – UNESA

Februar 24, 2007

Am Donnerstag stand die zweite Vorlesung im Fach Budaya Jerman I an. Die Studenten waren offenbar doch sehr erstaunt wieviel ich vorhabe – als sie meinen Semesterüberblick gesehen haben. Geplant mit 15 Vorlesungen – wobei eine gestrichen werden muss, da Feiertag ist an einem Donnerstag im Mai. Okay. wie ich später erfahren habe (naja das üblich: der Informationsfluß an der UNESA ist super :-D ) habe ich aber eine Vorlesungmeeting mehr, da die Prüfungen später als von mir geplant sein werden. Na auch gut. Auf jeden Fall hat es in mir den Anschein geweckt, dass es den Studenten zuviel ist. Aber schaun wir mal. Der Aufbau der Vorlesung Budaya Jerman I:

 

  1. Deutsche Vorzeit: 2000 v. Chr. bis 900 n. Chr.

  2. Mittelalter: 900 bis 1500

  3. Frühe Neuzeit: 1500 bis 1800

  4. Neuzeit: ab 1800

 

Wobei für den Punkt 1 bin ich nach der zweiten Vorlesung schon bei Karl dem Großen angekommen. Da gibt es dann in der nächsten Vorlesung ein wenig was über den Karlsgraben, die Bedeutung und so weiter. Folien gibt es in einer Vorlesung ca. 10 Stück, welche ich am Ende auf Papier ausgedruckt einem Studenten zum Kopieren aushändige.

Im Bereich Mittelalter ist es geplant den Film „Nibelungen-Saga“ anzuschauen. Das finde ich einfach sehr wichtig, und lockert den Unterricht auch auf. Die Semesterarbeit wird dann eine Zusammenfassung der Nibelungen – Saga anhand des Filmes sein. Gruppenarbeit wird es dazu auch noch geben.

Und darüber hinaus habe ich nach Absprache mit Frau Fahmi, die in dieser Klasse im letzten deutsche Literaturgeschichte gegeben hat, noch besprochen, daß ich Referate über deutsche Schriftsteller, Dichter zulassen werde. Jeder Student darf aus einer Liste (die muss ich noch erstellen) einen Autor raussuchen und dessen Lebenslauf in Form eines Referats (maximal 10 Minuten) vortragen. Diese Idee wurde mir auch von Frau Prita nahegelegt: die Studenten in dieser Klasse zum Reden zu bringen :-D kein Problem.

Wobei eine Studentin hat sowas nicht notwendig, bei ihr kommen in jeder Vorlesungen Fragen – aber Amanda ist was besonders – auch ihr Deutsch ist etwas besonders, sie hat von mir Vorlesungen für das vierte und fünfte Semester besucht, als sie erst im ersten Semester war!

Geschichte ist eigentlich ja ein langweiliges Thema, aber ich hoffe mal das einigermassen interessant hinzubekommen. Schaunmermal!


Mittwoch, 21.02.2006 – CEL-Unterricht

Februar 24, 2007

So, es war knapp am Mittwoch: ich bin kurz vor Unterrichtsbeginn (18:30) angekommen, schnell in die „Kamar kecil“ um mich umzuziehen (hatte eine ausgefranzte Hose und ein durchgeschwitztes Hemd an => Autoreperatur / Purabaya / Kadek) . Und dann ging es schon in den Unterricht. Super!

Nur Pak Irwanto und Pak Rudi waren da. Also 50% . Okay, Liciu (ehm wird der Name wirklich so geschrieben? Er wird zumindestens so gesprochen) war nicht da, offenbar krank. Pak Toto konnte nicht kommen – seine Tochter ist wegen Asthma im Krankenhaus, und das mit 3 Jahren!

Der Unterricht: naja – es war mehr deutsche Kulturkunde auf Englisch. Pak Rudi wollte kurz was zum Thema Hitler wissen -so was sollte man nicht mit jemanden machen, der an der UNESA Deutsche Kulturkunde gibt. Okay – daraus wurde dann ein Meeting – es ging nur um deutsche Kultur, neue deutsche Geschichte (Berlin, zum Beispiel) und so weiter. Easy going für mich. Super! Und somit habe ich auch am Montag auch schon meine Vorlesung fertigt – eben das was ich vergangenen Montag machen wollte, wo keine Studenten da waren.


Sidoarjo am 20.03.2007

Februar 24, 2007

Wie ja bereits im Beitrag zu Kadek geschrieben: am Dienstag spätnachmittag ging es zu Opa und Oma nach Sidoarjo.

Der Platz vor Jakobs Gehege ist zwischenzeitlich zu meinen Erstaunen (ich finde es sehr schade, dass wiedermal viel Grün weggekommen ist!) gepflastert worden – rotes Pflaster. Aber so konnte ich zumindestens direkt an das Gehege von Jakob hin und er ist nahezu ausgeflippt. Ich bin dann in das Gehege rein und er hat sich richtiggehend verwöhnen lassen. Das Ende vom Lied war dann, daß ich ihn in der rechten Hand haltend rausgetragen habe und er an einen horizintal liegenden Bambusstange entlang spaziert ist und ständig versucht hat mein Hemd aufzuknöpfen und ja auch ab und an mal den kurzen Versuch gemacht hat auf meiner rechten Schulter Platz zu nehmen. Das ganze hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat offenbar auch Opa sehr überascht, da er gleich gemeint hat, ich soll Jakob wieder mit nach Sidorejo nehmen. Jakob ist offenbar immer noch sehr auf mich fixiert. Tss, frecher Vogel!


CEL-Unterricht am Dienstag, 20.02.2007

Februar 24, 2007

Am Dienstag um 14:00 Uhr durfte ich die Klassen von Dora und Dewi übernehmen. Wie mir die Studenten (alles High-School-Schüler / SMA) hinterher gesagt haben, war es sehr interessant für sie. Leider haben nur zwei Schülerin sehr intensiv mit ständigen Fragen an dem Unterricht teilgenommen, die anderen drei waren eher sehr ruhig in der Klasse. Aber das ist ja nichts besonderes.


Backupspace

Februar 24, 2007

Bisher wurde zweimal die Woche ein Full-Backup durchgeführt und ansonsten jeden Tag ein Sicherung der zwischenzeitlich (seit letzten Full-Backup) geänderten Dateien. Ab 01.03.2007 wird nun jeden Tag ein Full-Backup aller Daten durchgeführt. Super.

Somit sollte sowas wie Anfang Januar 2007 sich nicht nochmals wiederholen.


Ety – Neuigkeiten

Februar 24, 2007

Am Montag mittag gab es einen Anruf von der Mutter von Ety. Super! Der Kontakt ist da. Nun wurde mit Dr. Is gleich der nächste Behandlungstermin vereinbart. Da Dr. Is im März bis Anfang April in Singapur auf Fortbildung ist, wurde Mitte April vereinbart.

Der Brief von Dr. Is ist auch heute bei uns angekommen (wir waren am Freitag deswegen noch bei ihm) und nun liegt es bei AWD Stiftung Kinderhilfe dem ganzen zuzustimmen. Und dann geht es los.


Kadek in Surabaya

Februar 24, 2007

nun geht es mir auf den Wecker: jetzt tippe ich diesen Beitrag nun zum dritten Mal – offenbar funktioniert bei WordPress nicht alles so wie es sein soll! Grrr!

Okay – aber nun zum Aufenthalt von Kadek in Surabaya:

    Montag, 19.03.2007

Am Montag morgen gegen 5:00 am kam Kadek mit Familie in Surabaya, genaugenommen in Purabaya (im Süden von Surabaya), dem Hauptbusbahnhof von Surabaya, an. Also die komplette Reise mit dem Bus. Für die Familie einfacher und nicht so stressig, wie sie selbst sagten. Denn sie können direkt in Singaraja in einen Bus steigen und dann erst wieder in der Enstation Purabaya aussteigen. Also optimal.
Zum meiner positiven Überaschung war von den Schwellungen vom November und den Rötungen nichts mehr zu sehen – ein sehr postiver Anblick von Kadek, was auch durch die später folgende Untersuchung von Dr. Is bestätigt worden ist.
Gegen 10:30 stand die Voruntersuchung bei Dr. Is im Krankenhaus an. Dr. Is meinte im November ja noc, daß zu 50 % eine Spritzenbehandlung im Februar anstehen wird. Aber nun war er selbst sehr überascht, dass es so gut aussieht. Klar: die Operation stand nicht mehr an. Kadek war wie immer im Krankenhaus: sobald sie Dr. Is gesehen hat, ging es sehr laut darum irgendwie wieder aus dem Zimmer rauszukommen, auf jeden sich nicht von Dr. Is untersuchen zu lassen. ;-)

Leider konnte ich aus Zeitgründen nicht bei der Untersuchung dabei sein; Dr. Is hat sich deswegen auch erkundigt- aber ich musste für meinen Unterricht noch einiges vorbereiten.

Die Tickets waren allerdings bereits für Mittwoch abend vorreserviert – also bedeutete dies, daß wir bis Mittwoch ein wenig etwas mit der Familie unternehmen werden. Auch gut.

Dienstag , 20.02.2007

Am Dienstag ging es am Morgen kurz einkaufen, ich musste um 14:00 Uhr einen Unterricht bei CEL halten, wurde dort abgeliefert und für Kadek und Anhang ging es währenddessen zum GIANT Einkaufszentrum. Abholtermin für mich war eigentlich auf 15:30 Uhr festgesetzt (nach dem Ende meines Unterrichtes), aber wie in Indonesien üblich wurde daraus 16:15. Okay – im Anschluß ging es dann nach Sidoarjo zu Opa und Oma. Angie und Kadek sind davon immer begeistert, denn das bedeutet ja ein wenig Natur geniessen und rumspielen! Abends (kurz vor 20:00 Uhr) sind wir dann zurückgefahren, mit einer todmüden Kadek, todmüden Angie und einer müden Familie Kadek. Zu Hause ging es dann für viele gleich ab ins Bett. Ich habe für Donnerstag „Budaya Jerman I“ noch mit der Vorbereitung der Vorlesungsunterlagen begonnen.

Mittwoch, 21. Februar 2007

Am Mittwoch vormittag war ich selbst damit beschäftigt die Vorlesung Budaya Jerman I am Donnerstag fertig zu machen, die Unterlagen, Folien zur Vorlesung.

Am späten Vormittag ging es dann zum PTC um dort zum einen noch ein paar Sachen einzukaufen, aber auch weil Angie unbedingt meinte, daß sie Kadek Hunde in Surabaya zeigen musste (im PTC gibt es einige Tiergeschäfte, wo eben Hunde verkauft werden – Angie liebt es dort Hunde anzuschauen) und klar auf dem Rückweg hat man dann auch noch kurz nach günstigen Kinderbekleidung ausschau gehalten (oder mit anderen Worten: ich stand wiedermal 30 Minuten sinnlos wartend herum ,-) ). Danach ging es dann fast direkt (die Gepäckstücke mussten noch eingeladen werden) zum Busbahnhof Purabaya. Leider hat es sehr, sehr stark zum Regnen angefangen und auf meine Warnung, dass die nächste Pfütze bitte langsam mit viel Gas durchfahren werden soll wurde nur in den dritten Gang geschalten und normal durchgefahren. Das Ergebnis war dann, dass das Auto nach 100 Meter – genau 25 Meter vor der Schranke zum Parkplatz von Purabaya, stehengeblieben ist. Zündkerzen wurden naß. Okay- also mit Trägern und Regenschirmhaltern ging es dann zum Buss um Kadek und Familie zu verabschieden. Das Auto war nach ca. 30 Minuten und einiger Handarbeit wieder fit und fahrbereit.

Am Donnerstag morgen gab es einen Anruf von der Familie von Kadek, daß man gut zu Hause in Singaraja angekommen ist und alle okay ist.

Gut, wieder eine Untersuchung vorbei.

Auf dem Konto der AWD Stiftung Kinderhilfe ist nun kein Geld mehr vorhanden. Das vorhandene Geld sollte noch bis zum Jahresende (mehr oder weniger) ausreichen. Aber wie es dann mit der Untersuchung im Februar 2008 und im August 2010 aussieht, dass wissen wir noch nicht.